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Preise im Webdesign, Kosten und die Preis-Leistung bei Internetprojekten Teil II

Themengebiet Webdesign

Kosten im WebdesignIm ersten Teil der Beitragsserie zum Thema Kosten und die Preisleistung bei Internetprojekten wurde eine Einordnung des Webdesign im Sinne einer modernen Dienstleistungstätigkeit zugrunde gelegt, die über ein breit gefächertes Spektrum unterschiedlicher Stundensätze preislich oft nur schwer zu beurteilen ist und entsprechend vielfältige Angebotskonstellationen zu Tage fördert. Ein Umstand der auch auf viele andere Dienstleistungsbranchen zutrifft, aufgrund fehlender Erfahrungswerte aber Kunden und Designer gleichermaßen vor Herausforderungen stellt.

Der vorliegende zweite Beitrag widmet sich insbesondere der Frage nach Orientierungsmöglichkeiten im Preisgefüge und der Einteilung in verschiedene Segmente, so dass ein erster Vergleich der unterschiedlichen Webdesign-Preise im Hinblick auf die zugrundeliegenden Stundenhonorare möglich wird. Speziell zu diesem Zeitpunkt sollte man mit einer pauschalen Beurteilung hinsichtlich billiger und teurer Preise jedoch eher zurückhaltend umgehen, da hier noch keinerlei Bezug zu den entsprechenden Leistungen abgeleitet werden kann, auch wenn bestimmte Indizien bereits naheliegende Ergebnisse erwarten lassen. Im folgenden werden die unterschiedlichen Preiskategorien anhand des unteren, mittleren und des gehobenen Preissegments dargestellt, und die Frage nach teuer oder billig erst im Zusammenhang mit wichtigen Leistungskriterien in einem späteren Beitrag näherungsweise beantwortet.

Webdesign-Preise

Das Webdesign selbst vereint zahlreiche Einzeldisziplinen die auch hinsichtlich der Stundensätze sehr unterschiedlich bewertet werden müssen, zum Zweck einer groben Orientierung nachfolgend aber zunächst zusammengefasst werden um die Erstbewertung nicht unnötig zu verkomplizieren. Als Informationsquelle dient der in größeren Abständen erscheinende Honorarleitfaden des iBusiness-Verlags, der einen repräsentativen Überblick zu den Produktionskosten von Multimedialeistungen bereitstellt und eine detaillierte Beurteilung der verschiedenen Webdesign-Preise ermöglicht.

Die Stundenhonorare für Webdesign und Webentwicklung bewegen sich insgesamt zwischen etwa 40 und 100 Euro wobei 20 im unteren Segment und 150 Euro im oberen die jeweiligen Randbereiche darstellen. Der Durchschnittswert gemessen bei rund 3000 Agenturen und Freiberuflern im gesamten deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) liegt aktuell zwischen 60 und 70 Euro, so dass der Bereich der mittleren Honorare bei 30 bis 80 Euro ausgemacht werden kann. Angebotspreise in dieser Spanne bieten vom günstigen Einstiegsangebot bis hin zu anspruchsvollen aber immer noch fair kalkulierten Offerten eine entsprechende Auswahl, die auch standortbedingte Aspekte beinhaltet.

Webdesign Kosten

Honorare ab 80 € finden sich insbesondere bei größeren Agenturen, während die Maximalwerte zwischen 100 und 150 Euro speziell bei den Topvertretern der Branche mit entsprechender Reputation anzutreffen sind, bei denen sich Name und Prestige auch in den entsprechenden Preisen widerspiegeln.

Zu bedenken ist stets die regionale Verteilung der unterschiedlichen Honorarsätze, die grob betrachtet vom Osten des Landes Richtung Westen zunehmen und in Österreich und der Schweiz das durchschnittlich höchste Niveau erreichen

Speziell in den so genannten Neubundesländern ist standortabhängig ein um etwa 15 bis 20 Prozent geringeres Preisniveau kein Leistungsindiz als vielmehr Entsprechung der aktuellen Gegebenheiten. Dieser Umstand ist jedoch in ähnlichem Maße auch auf wirtschaftsschwache Regionen in den Altbundesländern übertragbar und bei Angebotsvergleichen stets zu berücksichtigen.

Preiskategorien im Webdesign

Die Beurteilung der Webdesign-Preise im Hinblick auf teuer und billig ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht eindeutig und von zahlreichen anderen Faktoren abhängig. Als Orientierungswert ist der angegebene Durchschnittspreis von 60 bis 70 € je Honorarstunde jedoch hilfreich. Extremwerte mit Blick in die untere Preisregion sind mit gebührender Vorsicht zu genießen, insbesondere bei Stundensätzen unterhalb der 20 € Grenze die im angesprochenen Leitfaden als Minimalwerte ermittelt wurden. Speziell Agenturpreise mit Tendenzen zwischen 10 und 20 Euro sind einigermaßen skeptisch zu betrachten, nicht zuletzt, weil hier allein die Fixkostenanteile nicht zu vernachlässigen sind und für die Leistungserstellung fragwürdige Beträge im Raum stehen die auch nicht mehr durch Massenfertigung erklärt werden können. Ein finales Urteil über die genauen Umstände ist freilich nicht möglich, so dass hier individuell entschieden werden muss.

Preischeck

Preise für Webdesign ab 80 € aufwärts dürfen als gehoben gelten, wenn auch die Einordnung stets von der abgelieferten Leistung abhängt und auch von den unternehmensinternen Gegebenheiten, Projektzielen und der eigenen Preisbereitschaft bestimmt wird.

  • Grenzwerte im oberen Preissegment bei ca. 120 bis 150 Euro
  • Durchschnitt im gehobenen Segment zwischen 80 und 120 Euro
  • Mittleres Preissegment bei etwa 40 bis 80 Euro
  • Durchschnitts- und Orientierungswerte bei ca. 60 bis 70 Euro
  • Honorare zwischen 20 und 40 Euro im unteren Preissegment
  • Grenzwert nach unten bei ca. 20 Euro

Zusammenfassung

Anhand der zu diesem Zeitpunkt noch nackten Zahlenwerte lassen sich folgende Überlegungen in der Beurteilung der Stundenhonorare anstellen. Die Spanne für klassische Webdesignprojekte in der Größenordnung für kleine und mittelständische Unternehmen bewegt sich im Bereich von 30 bis 100 Euro bei einem reellem Durchschnittspreis von ca. 60 bis 70 Euro. Im Preissegment von 40 bis 80 Euro ist ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis zu erwarten wobei Agenturpreise um die 80 bis 120 Euro zwar als gehoben gelten dürfen, die entsprechende Leistung vorausgesetzt aber immer noch einen marktgerechten Schnitt dieses Preissegments darstellen. Webdesign-Honorare unterhalb von 20 € sind gemessen am gesamten Preisgefüge der Branche kritisch zu beurteilen während die Grenzwerte im oberen Segment zwischen 120 und 150 eine entsprechende Preisbereitschaft voraussetzen die auch von den Unternehmenszielen abgeleitet werden sollte.

Im der Gesamtbeurteilung sind stets standortbedingte Faktoren zu berücksichtigen so dass die genannten Honorarsätze mit einer Toleranz von etwa 15 bis 20 Prozent je nach Region individuell beurteilt werden sollten. Weiterhin kann gelten, dass bei der Kalkulation von Pauschalangeboten grundsätzlich geringere Stundensätze herangezogen werden und Toleranzen bis zu 20% bei der Berechnung des Honorars aus Endsumme und Arbeitszeit zu berücksichtigen sind. Darüber hinaus gestalten sich die Webdesignpreise bei Freelancern im Durchschnitt etwas günstiger als vergleichbare Agenturangebote, wobei auch hier kein allgemeingültiger Zusammenhang hergstellt werden kann.

Im nächsten Beitrag werden die Einzeldisziplinen des Webdesign hinsichtlich der aktuell üblichen Preise weiter aufgeschlüsselt, so dass daran anschließend eine bessere Beurteilung der jeweiligen Angebotsdetails ermöglicht werden soll. Die Einführung zur Beitragsserie kann unter dem folgenden Link aufgerufen werden.

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3 Feedbacks zum Beitrag

  1. 20 | 06 2010

    t3n.de/socialnews

    um 15:47 via Trackback

    Preise im Webdesign, Kosten und die Preis-Leistung Teil II…

    Zweiter Teil der Beitragsserie zum Thema Kosten und Preise im Webdesign mit einer Übersicht aktueller Stunden-Honorare sowie deren Einordnung in verschiedene Preissegmente….

  1. 05 | 07 2010

    Rudolf Boesiger

    um 08:56 via Website

    Zuerst einmal Danke für den profunden Artikel.

    Preise im Webdesign werden durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Beim Angebot stehen die Honorarsätze im Vorderund bei der Nachfrage das Budget. Aus diesem Spannungsfeld ergibt sich die Projektdefinition, d.h. die Bestimmung des Umfangs, der Funktionen und der Qualität der Website.

    Was das für die Praxis bedeutet, kann man anhand unserer Erhebung, die den gesamtdeutschen professionellen Webdesign-Markt für Projekte von 500-50′000 Euro umfasst, gut erkennen.

  2. 05 | 07 2010

    Markus

    um 12:03 » Autor-Kommentar «

    Vielen Dank für die ergänzenden Worte und die Anmerkungen zur Projektdefinition bzw. dem Stichwort der Budgetierung. Die Ergebnisse des Kalkulators decken sich recht gut mit einer Hochrechnung der durchschnittlichen Stundensätze und der zu erwartenden Bearbeitungszeit bei den genannten Beispielprojekten. Dazu dann mehr in einem der kommenden Beiträge.

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