BLOGBEITRAG
Preise im Webdesign, Kosten und die Preis-Leistung bei Internetprojekten Teil I
Themengebiet Webdesign
In Anbetracht der rasanten Entwicklung des Mediums Internet und der stetig zunehmenden Professionalisierung von Webauftritten stellt sich auf Kundenseite immer wieder die Frage nach der Beurteilung von Webdesign-Leistungen und deren Einordnung im Hinblick auf die teils enorme Spannbreite zwischen den verschiedenen Angeboten.
Die folgende Beitragsserie soll als nützlicher und hilfreicher Leitfaden bei einem Vergleich von Webdesign-Leistungen dienen, und deren Bezug zu offerierten Preisen und Kosten ein Stück weit transparenter machen. Der Begriff Leitfaden deutet bereits an, dass die nachfolgend dargestellten Informationen eine Orientierung im Preisgefüge der Branche ermöglichen sollen, jedoch das persönliche Gespräch zwischen Kunden, Agenturen oder freiberuflichen Akteuren nicht ersetzen können.
Nutzen Sie den Leitfaden im Sinne einer Vorbereitung auf ein solches Gespräch beziehungsweise für die anschließende Beurteilung der daraus resultierenden Angebote. Prinzipiell darf gelten, das Transparenz seitens der Anbieter ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl Ihrer Kooperationspartner darstellen sollte und als übergreifendes Charakteristikum eine gute und professionelle Zusammenarbeit kennzeichnet.

Die Kosten im Webdesign
Ein Vergleich von Webdesign-Kosten und den jeweils zugrunde liegenden Leistungseigenschaften wird vor allem dadurch erschwert, dass erhebliche Teile der Leistung aus ganz praktischen Gründen nicht immer sichtbar werden, und gerade dieser nicht sichtbare Teil wie jede IT-Dienstleistung überwiegend technischer Natur ist und Außenstehenden oft sehr abstrakt erscheint. Der Aufbau einer Argumentationslinie gegenüber Kunden ist vor diesem Hintergrund nur eingeschränkt möglich, taugen technische Fakten doch eher weniger dazu, die Leistung und den Wert so zu vermitteln, dass dabei ein entsprechender Bezug zu den entstehenden Kosten deutlich wird.
Die Nichtgreifbarkeit der Ergebnisse (Immaterialität) und teils zwar naheliegende aber wenig förderliche Assoziationen führen nicht selten zu Missverständnissen, da, um hier ein Beispiel zu nennen der Vergleich zwischen einer professionellen Website und einem verhältnismäßig einfach zu erstellenenden Word-Dokument einschließlich Texten und Bildern aus Kundensicht mehr als verständlich ist, mit dem tatsächlichen Aufwand und dem notwendigen Know-how aber nicht viel gemein hat.
Das Webdesign als Dienstleistung
Ein erster wesentlicher Punkt in der Beurteilung der Preis-Leistung bei Webprojekten ist eine Einordnung des Webdesign in den Bereich moderner Dienstleistungen, an deren Ende zwar ein konkretes digitales Produkt steht, dass jedoch weniger im Sinne eines handwerklichen Produktionsprozesses entsteht als eher dem Ergebnis geistiger als auch kreativer Arbeitsprozesse entspricht und ein entsprechendes Know-how voraussetzt das heute ein sehr breit gefächerten und stets aktuellen Informationsstand erfordert.

Da das Produkt selbst zunächst keinerlei Materialkosten verursacht und im Vergleich zu Designleistungen im Printbereich demnach auch keinerlei Einsparungspotenziale durch beispielsweise günstigere Papiere birgt, wird deutlich, dass Preisunterschiede in Webdesignangeboten anderen Ursachen unterliegen, auf die im Rahmen der Artikelserie näher eingegangen wird.
Die Einordnung in den Dienstleistungsbereich soll aber bereits an dieser Stelle als Möglichkeit herangezogen werden, um Webdesignleistungen hinsichtlich der zugrunde liegenden Preise besser zu beurteilen.
Angebotsgrundlage Stundenhonorar
Wie in vielen Dienstleistungsbranchen üblich dient auch im Webdesign eine stundensatzbasierte Kalkulation als Grundlage der Angebotserstellung. Unabhängig der Tatsache, dass die Erstellung von Internetseiten häufig auch als Pauschalangebote offeriert werden, ist ein erster Vergleich anhand der Stundenhonorare mehr als sinnvoll, so dass in jedem Fall die Frage nach den Stundensätzen bzw. zugrundeliegenden Bearbeitungszeiten bei Pauschalpreisen beantwortet werden sollte – ein wichtiger Punkt im übrigen, wie Sie später noch sehen werden.
Wie bereits eingangs erwähnt ist die Spannbreite von Webdesignpreisen teils enorm und reicht vom Billigangebot bis hin zu prestigeträchtigen Premiumofferten. Hier gilt wie so oft, das teuer nicht unbedingt besser sein muss, billig aber ebenso hinterfragt werden sollte und die gegenüber stehende Leistung am Ende selbst den günstigen Preis nicht unbedingt rechtfertigt. Welche konkreten Honorare im Bereich Webdesign, grafischer Arbeiten und der Webentwicklung üblich sind, und wie die Stundensätze anhand verschiedener Kriterien eingeordnet werden können, erfahren Sie im zweiten Teil der Serie, der hier in Kürze folgen wird.
Link zum Folgebeitrag » Preise bei Internetprojekten Teil II «
10 | 06 2010
t3n.de/socialnews
um 16:47 via Trackback
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